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MTB – Gelerntes umsetzen

Nachdem ich im Januar das Einzeltraining hatte, ging das Fahrrad erstmal wieder in Winterschlaf. Ich glaube, nach solchen Trainingseinheiten ist eine Denkpause nicht das Schlechteste. Damit kann sich das alles erstmal setzen. Und angeblich hilft es ja, Bewegungsabläufe erstmal im Gehirn zu automatisieren.

Ich hatte für mich ja drei große Themen mit in das Training genommen:

  • Kontrolliertes Bergabfahren
  • Zügig aber ohne blockierende Reifen um die Kurven
  • Hindernisse angehen

Und wenn ich mich jetzt kritisch während meiner Fahrten beobachte, stelle ich fest, dass wirklich fast alles mitnehmen konnte.

  • Ich habe nun ein Gefühl für meine Bremsen. Ich kann sie schleifen lassen, so komme ich zügiger um die Kurven, weil ich anders bremse.
  • Diese Woche bin ich meine Feierabendrunde mal andersrum gefahren und musste feststellen, dass meine Hügel bergab nochmal spanneder sind als bergauf. Auch hier merke ich: Kontrolliertes Bremsen und damit Tempohalten ist möglich. Gerade den einen Hügel kann ich nicht runterfliegen, weil er auf einer echt schlecht einsehbaren Kreuzung endet.
  • Ich hebe jetzt das Vorderrad über jeden Stock den ich auf meinem Weg finde, nutze Bodenwellen, um das Vorderrad zu heben, und komme auch sicher Bordsteine hoch. Mit meinen Hindernissen in der Drover Heide komme ich noch immer nicht zu recht. Zum einen ist da die Angst im Nacken, weil es schiefgegangen ist. Zum anderen sind sie wirklich höher als Bordsteine und sie sind schlecht anfahrbar. (s. Bilder unten)
  • Aktive Körperhaltung. Ein Thema mit dem ich für die Trainingseinheit nicht gerechnet hatte. Und ich muss zugeben: Ich habe es unterschätzt. Derzeit habe ich hier mit zwei Dingen zu kämpfen. Zum einen: Ellbogen weg vom Körper. Beim Boxen und beim Reiten müssen sie möglichst nah ran. Zum anderen: Das Gewicht gleichmässig auf die Beine zu verteilen. Das klappt noch nicht gut und die Muskeln drohen dann doch zu verkrampfen. Ich bin mir auch noch nicht sicher, welches Bein ich bei waagerechter Pedalstellung lieber vorne haben. Natürlicher erscheint mir noch immer rechtes Pedal unten und auf das Bein die Last. Aber es wird langsam. Witzig übrigens, dass ich es bei waagerechten Pedalen schwierig finde aus dem Sattel zu kommen.
  • Keine Last auf die Handgelenke. Das fiel mir auch echt schwer. Eine Zeitlang geht es, und dann lasse ich da doch nach. Aber: Zum Geburtstag habe ich mir einen Rucksack mit 3l-Trinkblase gegönnt. Da ist auch eine Notreserve, Regenjacke und eine kleine Erste-Hilfetasche drin. Da die Trinkblase sehr tief im Rucksack liegt, zieht er meine Schultern hoch und nimmt Last von den Händen. Nicht die optimale Lösung. Aber ein Anfang.

Ich habe mich auch wegen einer Vario-Sattelstütze schlau gemacht. Ich halte das mittlerweile für wirklich sinnvoll. Das Problem: Ich brauche 27,2er Durchmesser. 90kg Fahrergewicht (bei den meisten Stützen Standard) ist für mich zu wenig. Und ich habe gemessen: ich bräuchte 13 cm Hub. Die Stütze, die ich gefunden habe, hat nur 11cm Hub. Da muss ich mal überlegen, ob mir das reichen könnte.

Letztes Jahr habe ich in einem der Dörfer hier testweise eine Treppe zur Abfahrt genutzt. Es hat geklappt und würde jetzt mit dem neuen Wissen sicherlich besser klappen. Als ich letzte Woche dran vorbeifuhr dachte ich von unten, ach komm probier es doch. Von oben fand ich die Idee nicht mehr gut, und habe es gelassen.

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