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Das Yoga Book von Lenovo

Nun habe ich das Yoga Book gut acht Wochen intensiv im Gebrauch. Wer technische Details oder Bilder sehen möchte, kann ich nur auf Google verweisen, da gibt es das zahlreich. Um dieses neue Konzept besser kennen zu lernen, kann ich nur diverse Youtube Videos empfehlen. Da kann man den besten  Eindruck gewinnen.

Ich habe mich bei den vier Versionen, die es gibt ( Windows oder Android  und mit oder ohne LTE) für die Windows Version mit LTE entschieden. Da ich im privaten Umfeld nun schon 16 Jahre reiner Linux Anwender war, ist die Umstellung natürlich etwas Aufwand. Aber es ist erstaunlich wie stabil und gut Windows mittlerweile geworden ist.

Das Konzept des Yoga book  hat mich schon bei seiner Vorstellung fasziniert. Die Idee der virtuellen Tastatur ist ziemlich genial. Man muss sich etwas mehr gewöhnen als an andere Tastaturen, aber dann ist die Fehlerquote nicht viel schlimmer. Und ich kann damit sogar meine Linux-Server administrieren, da hatte ich anfangs Zweifel, ob das Sinn macht. Macht es. Was mir fehlt ist die Taste “Ende”

Die Tastatur abschalten zu können, um das Yogabook als Notizblock zu verwenden ist eigentlich mein Hauptgrund für den Kauf gewesen. Im Studium hatte ich mir angewöhnt, meine Mitschriften direkt im Laptop mit Latex zu tippen. Das war gut, aber es stellte sich heraus, dass meine schlechte Handschrift über die Jahre nicht besser geworden ist. Bei Klausuren kam ich nicht mehr ohne Krämpfe aus, weil ich von Handschreiben nicht mehr gewohnt bin.  Nun schreibe ich es auf Papier direkt in die App “Nebo” und kann meine Handschrift in gedruckten Text umwandeln lassen. Dazu muss ich aber ordentlicher Schreiben. Sozusagen doppelter Lerneffekt und ich muss sagen Nebo und ich lernen und besser kennen: Immer öfter werden komplette Abschnitte fehlerfrei erkannt.

Positiv ist auch, dass ich durch den Verzicht auf den Laptop weniger  Gewicht mithabe und mich nicht mehr hinter dem Monitor verschanze

Ein Unding sind natürlich die Preise für das Papier. (Sonderformat) 75 Blätter für 10€ sind unverschämt. Da ich Zugriff auf einen Papierschneider habe, habe ich mich einmal hingesetzt und 500 Blatt Druckerpapier zugeschnitten, gelocht und getackert. Der Zeitaufwand war knapp ne Stunde, also akzeptabel. Beim nächsten Mal würde ich versuchen, die Linien für die Zeilen der App aufs Papier zu bekommen. Es ist aber erstaunlich, wieviel Papier immer noch frei bleibt.

Testweise nutze ich das Gerät jetzt auch im Büro bei Meetings. Ich habe einfach besser lesbare Notizen und die sind auch noch sortiert.

Die Akkulaufzeit ist derzeit (mal schauen wie es in zwei Jahren aussieht) genial. Aber da das Gerät über Powerbanks aufladbar ist, sollte ein kaputter Akku langfristig kein Problem darstellen.

Wie auch schon andere kritisiert haben, ist der Minentausch am Stift nervig… Das kostet unnötig Zeit.

Was mich total annervt: Die Treiber sind noch nicht ausgereift. Mal funktioniert der Ruhemodus, dann wieder nicht. Da soll es helfen, wenn man Windows im erweiterten Startmodus mal normal hochfährt. Leider ist in dem Zustand weder Tastatur noch Display aktiv, man kann also nichts machen. Im Forum hieß es, es gäbe Probleme mit dem Powermanagement und Lenovo und Microsoft würden daran arbeiten. Ich hoffe, dass die das hinkriegen, das Konzept ist zu genial, um das wegen Kinderkrankheiten sterben zu lassen,

Gestern hätte ich das Symptom, dass das Gerät nur anging, wenn ich es ans Ladegerät steckte und beim Drücken des Powerbuttons das Stromkabel zog. Nach einem Treiberupdate war das wieder weg….. (dafür musste ich mich nach einem Biosupdate mit Loginproblemen rumärgern)

Das Touchpad ist nur virtuell, daher nicht konfigurierbar. Eine Maus ist für mich – als Touchpadfreund- ein Muss.

Definitiv ist es nur ein Zweitgerät und wird nicht meinen Laptop ersetzen, aber die Performance ist durchaus gut

 

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