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INR-Bestimmung über Klick?

Seit April diesen Jahres bin ich Träger einer mechanischen/künstlichen Aortenklappe.

Daraus ergeben sich verschiedene Aspekte, von denen ich zwei hier kurz darstellen will:

1.) Ich muss Gerinnungshemmer nehmen, die korrekte Einstellung meines INR kontrolliere ich wöchentlich durch Entnahme es großen Bluttropfens und mit Hilfe eines Gerätes.

2.) Ich -und viele in meiner Nähe- können die Klappe hören. Jeder Herzschlag ein Klick. Das war anfangs ein sehr dominantes Geräusch, mittlerweile muss ich mich darauf konzetrieren um es zu hören. (Es kommt aber auf verschiedene Umstände an, wie gut das Geräusch hörbar ist.)

Was mir auffiel: Das Geräusch ändert sich in der Tonhöhe abhängig vom INR. Zuerst konnte ich mir das nicht vorstellen, habe aber festgestellt, dass ich das Geräusch ab einem INR von 2,8 und höher unangenehm finde.

Meine Überlegung ist nun folgende:

Es müsste eine SmartphoneApp geben, die das Klicken aufnimmt, die Frequenz isoliert und daraus meinen INR berechnet. Da ich den Wert zuhause selbst bestimmen kann, kann ich auch die Höhe der Dosis und damit indirekt den INR bestimmen. (Langsam bekomme ich ein Gefühl dafür mit welcher Menge ich an die mir vorgegebenen INR Grenzen komme.)

Man müsste diese SmartphoneApp sicherlich für jeden Anwender anlernen und das bei einem Gerätewechsel wiederholen. Man würde also mehrere Messungen wie bisher vornehmen, dann das Geräusch aufzeichnen und den zugehörigen Wert eingeben. Wenn man es schafft zwei Extremwerte aufzunehmen, wäre der Rest nur noch Mathematik.

Physikalischer Hintergrund:

Wasser ist ein guter Schalleiter. Blut ist hauptsächlich Wasser. Man könnte das Geräusch sicherlich gut an der Halsschlagader abnehmen. Der Körper ändert die Frequenz nicht.

Positive Effekte:

1.) Es geht schneller und sauberer.

2.) Es ist ökologischer, weil ich keinen Bedarf an Teststreifen, Nadeln und Geräten mehr habe.

3.) Es könnte das Gesundheitssystem viel Geld sparen: die Teststreifen kosten im Set 2x 48 Stück um die 160€.  Damit komme auf fast 200€ kosten pro Jahr. (Ich rechne grob 60 Teststreifen pro Jahr, inkl. Wiederholungsmessungen und Fehlmessungen). Hinzukommt noch der Kaufpreis für das Gerät von 600€ oder mehr. In Deutschland gibt es ca. 100.000 Herzklappenpatienten. Die Herzklappe die ich bekommen habe (SMT REGENT) ist wohl über 2 Millionen mal verbaut worden.

Warum ich es nicht selber umsetze

  • Mir fehlt das KnowHow
  • Bin ich nicht der richtige Mensch, um so etwas vernünftig aufzuziehen.
  • Es wären sicherlich medizinische Studien notwendig.
  • Damit wird die Umsetzung sehr teuer.
  • Die Idee ist so banal, dass ein Markteintritt für Konkurrenten einfach ist, und somit hinter die Investitionen evtl nicht  mehr reinkommen.

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